Dreibürgische Ostland-Compagnie

Aus MN-Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
Siegel der DOC

Die Dreibürgische Ostland Compagnie (abgekürzt DOC) war ein mächtiger Zusammenschluss dreibürgischer Kaufmannskompanien, die im 18. Jahrhundert vom dreibürgischen privilegiert wurde. Sie war die größte und mächtigte dreibürgische Unternehmung ihrer Zeit und wurde zu einem Staat im Staate, mit mächtigen Söldnerheeren und einer schwer bewaffneten Handelsflotte.

Bereits im 17. und frühen 18. Jahrhundert gab es Stützpunkte dreibürgischer Handelscompagnien im Ostland. Eine Kolonialisierung fand jedoch im eigentlich Sinne noch nicht statt und so begnügte man sich mit Handelsexpeditionen und der Gründung von Handelsplätzen im Ostland aber auch auf den Nördlichen Inseln, wo die DOC Stützpunkte vor allem auf den hohenburgischen Inseln Sankt Andreas und der Toteninsel unterhielt und dadurch Macht und Einfluss erlangte. Die Südangevinische Handelscompagnie und Dreibürgische Ostland-Compagnie (DOC) schlossen sich 1709 zu einem Kartell zusammen, sodass dieses nicht nur Ostland sondern auch das gesamte Bellinghaus-Archipel beherrschte.

Mit dem aufkeimenden Nationalbewusstsein in Dreibürgen ab Anfang des 19. Jahrhunderts und dem Ende des Königtumes, wurde die DOC den dreibürgischen Fürsten des noch jungen Dreibürgischen Bundes unbequem. Ohne den Einfluss eines mediatisierend Königtumes und seiner Protektion geriet die Compagnie wegen ihres Machtfaktors und ihrer Interessen daher schnell in den Konflikt mit den Führungsmächten im Bundes, Hohenburg-Lohe und Werthen, die uneingeschränkten Einfluss im Bundes und den überseeischen Besitzungen suchten. Nach Jahrzehnten der Aufrüstung und des Machtzuwachses verfügten die Verbündeten Mächte Werthen und Hohenburg-Lohe mittlerweile über ein großes Heer und eine schlagkräftige Marine. Bis 1820 entwickelte sich die Hohenburg-Loh'sche Marine zu einer vergleichsweise großen sowie einer der technisch modernsten Marinen der Welt, während Werthen zur dominierenden Landmacht innerhalb des Bundes heranwuchs.

Niedergang

Um 1820 hatte die Dreibürgische Ostland-Compagnie die Situation in Nordhanar völlig verkannt und die dreibürgischen Staaten als so geschwächt eingeschätzt, dass eine Durchsetzung ihrer Interessen mit Gewalt möglich schien. Auf die Besetzung der Niederlassungen der DOC innerhalb des Bundes reagierte diese mit der Blockade von Godenhaven. In der Annahme dass die Hohenburg-Loh'sche Marine ihre Schwächephase nach 1810 noch nicht überwunden habe und durch den Verlust des Fernhandels faktisch in Auflösung begriffen wäre, überraschte ein hohenburgisch-werthen'scher Verband angeführt von Zweideckern mit 80 Kanonen die DOC-Flotte und vernichtete sie fast vollständig (Seeschlacht bei Godenhaven). Die DOC bemühte sich nun um einen Kompromiss, auch weil die Erschließung neuer Absatzmärkte durch die diplomatischen Bemühungen der Bundesstaaten erschwert wurde. Werthen und Hohenburg-Lohe sahen sich durch die Compagnie herausgefordert und wollten diesen Machtfaktor nicht länger dulden. Ein schwerer Kampfverband lief daraufhin ins Ostland auf, besetzte das Hauptquartier der DOC und fuhr anschließend weiter bis zu den Nördlichen Inseln. Königshafen wurden daraufhin zwei Tage lang beschossen, bis die Festung schließlich kapitulierte. Die DOC unterwarf sich daraufhin formal dem Bund, wurde de facto nun aber durch Statthalter aus Werthen und Hohenburg-Lohe kontrolliert.

Mit der Reichsgründung 1873 wurde die Dreibürgische Ostland Compagnie (DOC) verstaatlicht und schließlich aufgelöst. Die Handelniederlassungen bildeten schließlich die Basis für die vollständige Kolonialisierung des Ostlandes 1883.

Verweise