Vinasy

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Vinasy
Vinaši
Винаши
Wappen der Stadt Vinasy
Staat Severanien
Region Vesteran
Gliederung 7 Stadtbezirke,
45 Stadtviertel
Bürgermeister
 
Ljiljana Šćepanović
(Jedinstvo)
 seit dem 11. Mai 2012
Fläche 697,64 km²
Bevölkerung 2.238.938 Einwohner
Bevölkerungsdichte 3.209,3 Einwohner je km²
Höhe  m ü. NN
Gründung
 
878
 (Alter: 1141 Jahre)
Auflösung
Vorwahl +173 1 01
Postleitzahl 26000-26999 (zivil, mit Unterbrechungen)
27000-27999 (Bundeseinrichtungen, mit Unterbrechungen)

Vinasy [viˈnaːsi]/[viˈnaːzi] (severostar. Vinaši; kyrillisch Винаши; Aussprache [viˈnaːʃi]) ist die Hauptstadt von Severanien und dessen Teilrepublik Vesteran. Sie liegt in Zentralvesteran an der Mündung des Flusses Vič in den Sever. Vinasy ist die größte Stadt des Landes und beherbergt als Hauptstadt die Kanzlei des Präsidenten und den severanischen Bundesrat. Daneben finden sich auch der der Sitz des vesteranischen Premierministers und die Nationalversammlung wieder.

Geschichte[Bearbeiten]

Die günstige geografische Lage der Stadt führte dazu, dass sich schon früh die ersten menschlichen Siedlungen bildeten. Im 3. Jahrhundert v. chr. Z. besiedelte der keltische Stamm der Skordisci an der Mündung des Vič in den Sever. In der Mitte des 7. Jahrhunderts besetzten die Staranen die Stadt. Der staranische Name Winaschi (kyrillisch Винаши) wird zum ersten Mal in einem historischen Dokument aus dem Jahr 878 erwähnt. Durch das ganze 11. und 12. Jahrhundert wechselte die Zugehörigkeit der Stadt je nach dem Ausgang der Kämpfe zwischen Nachbarvölkern.

Zum ersten Mal kommen vesteranische Herrscher im Jahr 1284 an die Macht. Vesteranische Residenzstadt wird Vinasy zum ersten Mal im Jahr 1521. Im Großen Weltkrieg wurde die Stadt mehrmals stark bombardiert. Dabei kam eine große Zahl der Zivilbevölkerung ums Leben. Als Verkehrsknoten und aufgrund ihrer entwickelten Kriegsindustrie war die Stadt ein sehr wichtiges strategisches Objekt.

In der Nachriegszeit entwickelte sich Vinasy lebhaft urbanistisch und wirtschaftlich. Aus einer kleinen Stadt in Vesteran entwickelte sich eine moderne Metropole.

Der Namensursprung der Stadt ist bis heute weitgehend ungeklärt. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem severostaranischen naši (imp. unser).

Politik[Bearbeiten]

Vinasy nimmt in der vesteranischen Verwaltungsgliederung eine Sonderstellung ein. Es ist zugleich Stadt, Bezirk und Region des Landes. Ihr obliegen deswegen sämtliche Aufgaben, die nicht direkt von der Landesregierung verwaltet werden. Damit hat die Stadt auch eigene Polizeidirektion. Vinasy steht ein Verwalter (Upravnik oblasti) vor. Dies ist derzeit die Jedinstvo-Politikerin Ljiljana Šćepanović.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Vinasy gliedert sich seit einer Verwaltunsgreform im Jahr 2004 in die folgenden sieben Stadtbezirke:

  • Istok (Исток, Ost)
  • Jug (Југ, Süd)
  • Novi Grad (Нови Град, Neustadt)
  • Rasgrad (Расград, 2004 eingemeindet)
  • Sever (Север, Nord)
  • Stari Grad (Стари Град, Altstadt)
  • Zapad (Запад, West)

Diese Stadtbezirke sind wiederum in insgesamt 45 Stadtviertel unterteilt.

Wappen[Bearbeiten]

Variante des Stadtwappens

Das Wappen zeigt auf blau einen nach links gewandten silbernen, rotbewehrten Wolf. Es existieren, auch in offiziellen Dokumenten, Varianten mit einer blauen Bewehrung des Wolfs.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Infolge von Kriegsschäden, der große Teile der Altstadt zum Opfer fielen, und dem Verfall der historischen Bausubstanz haftet Vinasy das Image einer gesichtslosen Industriestadt an. Nach Beendigung der imperianischen Herrschaft im Jahr 2000 kam es zu umfassenden Sanierungen und Umgestaltungen.

Im Stadtzentrum finden sich dennoch heute Gebäude aus verschiedenen Bauepochen, etwa aus der Gotik, dem Barock, dem Neoklassizismus und dem modernem Brutalismus. Hier bestehen auch die wichtigsten Institutionen, Museen und Galerien.

Miroslav-Kurać-Universität[Bearbeiten]

In Vinasy besteht mit der Miroslav-Kurać-Universität eine Volluniversität und ist neben der kaysteranischen Janičar-Universität eine der renommiertesten Hochschulen Severaniens. Gerade die erfolgreiche juristische Ausbildung ist mittlerweile ein Garant für eine Karriere im öffentlichen Dienst.

Kathedrale der Heiligen Sava[Bearbeiten]

Kathedrale der Heiligen Sava

Die vesteranisch-orthodoxe Kirche hat in Vinasy einen ihrer Metropoliensitze. Der Bischof von Vinasy sitzt in der Kathedrale der Heiligen Sava. Etwa zwei Drittel der Stadtbevölkerung bekennt sich zum vesteranisch-orthodoxen Glauben.

Sport[Bearbeiten]

Aus Vinasy stammt der Fußballverein FK Jedinstvo. Die Wurzeln des Klubs liegen im Jahr 1919, als die SD Jedinstvo gegründet wurde. In den 1920er und -30er Jahren wurde Jedinstvo eine der führenden Fußballmannschaften Vesterans, verlor diese Vormachtstellung aber an den 1940 gegründeten Lokalrivalen FK Crvena Zvezda. Während der imperianischen Kolonialzeit und des Bürgerkriegs Ende der 90er Jahre begann der Niedergang der beiden einstigen Spitzenfußballklubs. In den folgenden Jahren konnte sich die SD Jedinstvo als Talentschmiede einen Namen machen. Nachdem der FK Crvena Zvezda in große Finanzschwierigkeiten geriet, fusionierte die SD Jedinstvo am 1. Januar 2003 mit dem Lokalrivalen zum FK Jedinstvo.

Der FK Jedinstvo trägt seine Heimspiele im Stadion der Republik, dem einstigen Nationalstadion der Republik Vesteran, aus. Das Stadion wurde zwischen 1950 und 1953 erbaut und fasste früher über 100.000 Zuschauer. Nach einer Modernisierung hat das Stadion heute ein Fassungsvermögen von 55.000 Sitzplätzen. Der Bau einer neuen, reinen Fußballarena ist geplant.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Vinasy ist ein wichtiges Industriezentrum Severaniens. Als maßgeblich sind die Fahrzeug- und Rüstungsindustrie, die Informations- und Kommunikationstechnologie, die Biotechnologie, die Pharmazie und Impfstoffe zu nennen.

Medien[Bearbeiten]

In Vinasy hat der seit 2008 bestehende öffentlich-rechtliche Rundfunk Freies Severanien (RSS) seinen Sitz. Er ist die größte Rundfunkanstalt in Severanien. Der severanische Rundfunk ist für die Übertragungsinfrastruktur verantwortlich und stellt die Grundversorgung der Bevölkerung mit volksbildenden, künstlerischen und staatspolitischen Sendungen sicher.

Als Sitz zahlreicher weiterer Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie Tages- und Monatszeitungen ist Vinasy auch das dominierende Medienzentrum des Landes.

Post[Bearbeiten]

Die Severanische Post (Pošta) ist als Bundesbehörde Trägerin des Post- und Fernmeldeverkehrs. Sie führt in ganz Severanien den öffentlichen Post- und Fernmeldeverkehr und den Vertrieb von Presseerzeugnissen durch. Rechtsgrundlage für ihre Tätigkeit ist das Gesetz über das Post- und Fernmeldewesen.

Energie[Bearbeiten]

Die Vesteranischen Elektrizitätswerke (VE) sind die zentralen Energieversorger in Vesteran. Sie wurden am 1. Januar 1930 als Nachfolgerin der Združeno elektroprivredno preduzeće und anderer Energieversorgungsunternehmen gegründet. Mit seinen mehr als 45.000 Beschäftigten stellt VE gemeinsam mit den kommunalen Stadtwerken die landesweite Strom- und Gasversorgung sicher und sorgt für die die erforderliche Versorgungsinfrastruktur.

Gesundheit[Bearbeiten]

Logo des Allgemeinen Krankenhauses Vinasy

Mit dem Allgemeinen Krankenhaus (OBV) hat Vinasy ein berühmtes und traditionsreiches Krankenhaus der Maximalversorgung. Mit 5.000 Betten, rund 20.000 Mitarbeitern, 20 Kliniken und drei Instituten ist es die größte Kranken- und Pflegeanstalt in Severanien.

Die Ursprünge des Allgemeinen Krankenhauses Vinasy gehen auf das Jahr 1624 zurück, als der vesteranische Großfürst Radovan Mihajlović Grundstücke und Geld für die Errichtung eines Soldatenspitals stiftete. Erst 1701 ordnete der neue Zar Petar I. die Errichtung eines öffentlichen Kranken- und Invalidenhauses an. 1876 erfolgte die Fertigstellung eines Spezialbaus zur Unterbringung von Geisteskranken. Vor allem im 19. Jahrhundert war das OBV einer der Mittelpunkte der medizinischen Forschung. So wurde hier 1881 von Slobodan Nikolić weltweit erstmalig die „X-Strahlung“ erzeugt.

Während des Großen Krieges wurden große Teile des Krankenhauskomplexes zerstört und zahlreiche Einrichtungen des OBV mussten in verschiedene, in der Stadt verteilte Gebäude ausweichen. Erst 1982 wurden mit der Fertigstellung eines neuen, 14 Stockwerke umfassenden Gebäudes auf einem eigenen Gelände unweit des Stadtzentrums wieder alle Abteilungen des Allgemeinen Krankenhauses zusammengeführt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]