Pjotr Jerkov

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Pjotr Jerkov
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Tätigkeit Jurist, Politiker
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Prof. h. c. Dr. Dr. Dr. mad. bull. Pjotr Wladimir Jerkov (* 1960 in Las Palmas, Bavarien als Pjotr JUSSI Jerkov) ist ein wolfensteinisch-ratelonischer Politiker, Diplomat und Jurist.


Leben und Beruf

Jerkov wurde 1960 in Las Palmas in den nördlichen Territorien in Bavarien als Sohn eines Landarbeiters und einer Volksschullehrerin geboren.
Ab 1966 besuchte Jerkov die Eliteschule in Hauptstadt, wo er bereits in ersten Kontakt mit intellekuellen revolutionären Kreisen kam. Nach seinem Abschluss 1975 schrieb er sich als Student an der Universität Hauptstadt für die Fachrichtungen Soziologie, Wirtschaftslehre und Philologie ein. 1987 promovierte er mit seiner Dissertation zum Thema "Aktuelle sozialwissenschaftliche Fragestellungen der interstellaren Rechtspolitik" zum Doktor der Soziologie.
Bereits während seines Studiums pflegte er Umgang in Kreisen, die der Diktatur in Bavarien ein Ende machen wollten und hielt engen Kontakt zu marxistisch beeinflussten Kommilitonen. So beteiligte er sich auch 1987 am Umsturz in Bavarien.
Als Honoration für seine Hervorragenden Studienleistungen und seine Beteiligung an der Befreiung des Landes wird Jerkov 1988 die Ehrenprofessur der Philologie an der Universität Hauptstadt verliehen.

Zum zweiten Mal wurde Jerkov seiner neuen Wahlheimat Wolfenstein 1992 promoviert. Seinen zweiten Doktortitel erlangte er mit seiner Dissertation zum Thema "Planwirtschaft und Teilhabe der Arbeiter - eine praktische Betrachtung" an der Universität Ciudad de Diversion im wolfensteinischen Distrikt Costa del Sol.
1999 verleiht ihm die Blasted University of Laputa at Lagado den akademischen Grad eines Dr. mad. bull.

Im selben Jahr beginnt Jerkov in der Demokratischen Union schließlich seine juristische Ausbildung und wird bald darauf Rechtsanwalt. 2002 steigt er als Juniorpartner bei der renommierten Kanzlei Hinz & Kunz international ein, für die er bis zum heutigen Zeitpunkt noch tätig ist.

Jerkov ist mit seiner Frau Katharina verheiratet und hat drei Kinder. Der Sportfunktionär Wladimir Iljitsch Jerkov ist unter anderem sein Sohn.

Politische Laufbahn

Zeit in Bavarien

Revolution in Bavarien

Unzufrieden mit der diktatorischen und unterdrückerischen Politik der korrupten bavarischen Regierung schlossen sich bereits in den 70er Jahren einzelne Gruppierungen zusammen, um eine neue Politik in Bavarien einzuführen. Anfang des Jahres 1975, kurz vor der Immatrikulation Jerkovs an der Universität Hauptstadt, bildeten sich dort die ersten elitären Zirkel der Front für eine neue Politik (FfNP). Schnell kam Jerkov mit diesen Kreisen in Kontakt und wurde dort gut eingebunden. Vor allem in neomarxistischen und linken Kreisen erworb er sich durch seine Kenntnis von Wirtschaft und Gesellschaft Bavariens schnell einiges an Anerkennung.
Im Elitarismus der subversiven Bewegung an der Universität Hauptstadt jedoch sah Jerkov einen erklärten Feind eines erfolgreichen Umsturzes. Er plädierte dafür, auch die Arbeiterschichten und die ländlichen Regionen des Landes miteinzubinden. Nur so könne man eine nachhaltigen Veränderung der Politik bewirken.
Diese Einstellung führte bereits früh zu seinem Bruch mit Teilen des marxistischen Flügels der Front.
Nichtsdestotrotz wurde Jerkov 1980 Generalsekretär der hauptstädtischen Studentensektion der FfNP und leitete Anfang der 1980er Jahre erfolgreich eine Einbindung aller Gesellschaftsschichten in die Bewegung ein. Noch immer jedoch waren die staatlichen Repressionen zu groß, als dass sich die FfNP öffentlich artikulieren hätte können. Jerkov entwickelte in seiner Zeit als Generalsekretär erfolgreich ein Konzept, um die Aktivitäten der subversiven Vereinigungen der staatlichen Kontroll- und Repressionsmaschinerie zu entziehen.
1987, noch vor der Fertigstellung seiner Dissertation, gelang Jerkov ein Coup, indem er mit der Bewegung Aufbruch (auch bekannt als Aufbruch!) und der Liberalen Volkspartei (LiV) die beiden größten Arbeiter- und Bürgervereine der Bewegung in die FfNP holen konnte.

Da vor allem die LiV unter rigider Beobachtung des bavarischen Staatsschutzes stand, gelang es Jerkov jedoch nun nicht mehr, die Geschehnisse vor den staatlichen Behörden geheimzuhalen. Im gleichen Jahr berief ihn die kontinentale Sektion der FfNP zu ihrem Pressesekretär, wo er sich daran machte, eine Gegenöffentlichkeit zu den etablierten staatlichen Medien aufzubauen, um damit immer weitere Bevölkerungsteile und -schichten zu erreichen.
Dies gelang Jerkov auch augenscheinlich. Unter der Führung der lokalen FfNP-Gruppierungen fanden sich in Bavarien immer mehr Menschen zu Massendemonstrationen gegen die bisherige Regierung ein. Am 1. November 1987 kam es in Hauptstadt zur größten Demonstration in der Geschichte Bavariens, an der über 700.000 Demonstranten teilnahmen, knapp ein zehntel der damaligen bavarischen Einwohner. Nur durch massiven Einsatz von Polizei und Militär konnte der Präsident sich in seinem Regierungspalast verschanzt halten.

Auch in den Folgetagen dieser Versammlung kam es zu weiteren Massendemonstrationen im Regierungsviertel und vor dem Palast des Präsidenten. Am 3. November 1987 (am so genannten Blutigen Dienstag kam es am Gelände des Innenhofes des Justizministerium zu Ausschreitung der inzwischen völlig unterbesetzten und nervlich überbeanspruchten Sicherheitskräfte, in deren Folge eine blutige Auseinandersetzung nicht mehr verhindert werden konnte. 43 Demonstranten und über 60 Militärangehörige ließen umittelbar oder an den Folgen der Auseinandersetzung ihr Leben.

Die FfNP-Führung sah den Zeitpunkt für einen Umsturz jetzt gekommen; noch während einer Sitzung des Zentralrates der FfNP am 4. November setzte sich Jerkov energisch für eine friedliche Beilegung des Konfliktes und eine friedliche Revolution ein. Von den Stimmen der aktionistischen Linken wurde seine Position jedoch verworfen und die Volksbewaffnung jetzt vorbereitet. Seinen Posten als Pressesekretär sollte Jerkov indessen jedoch behalten.
Bis März zogen sich die blutigen Kämpfe zwischen bewaffneten Revolutiönären und regierungstreuen Truppen jetzt hin, ohne Siege der Regierung, jedoch auch nur mit kleinen Siegen für die Revolutionsöldner. Jerkov hatte die blutigen Auseinandersetzungen der vergangenen Monate noch immer mit argwohn Betrachtet und sah auch viele seiner alten Kommilitonen und Mitstreiter bei den Kämpfen fallen.
Ende März erhielt er vom Planungsrat der revolutionären Truppen schließlich seine Bestellung in den Generalstab der Revolutionsgarden. Jerkov haderte mit seinem Gewissen; schließlich würde das Annehmen dieses Rufes bedeuten, alle seine bisherigen Ziele der Gewaltlosigkeit von Bord zu werfen. Unter zunehmenden Verlusten der Revoutionäre jedoch nahm er am 5. April 1988 seinen Ruf in den Generalstab an, wo er als Generalquartiermeister die Verantwortung über Nachschub und Versorgung der Revolutionäre trug. Jerkov jedoch, der seine Aufgabe als Berufung verstand, wirkte umfangreich an einer neuen militärischen Strategie mit, mit der es zunächst gelang, die regierungstreuen Soldaten ganz vom Festland Bavariens zu vertreiben.

Die Regierungen Fox, Houlmann I

Mit diesem Sieg sah der Planungsrat der revolutionären Kräfte die Zeit gekommen, eine neue Regierung für Bavarien einzusetzen. Nicht jedoch bedachten hatte der Planungsrat dabei, welch enormes Potential noch von den überseeischen Territorien ausgehen würde.
So setzte er im August 1988 Hans Fox, den ehemaligen Generalsekretär der Festlandsektion der FfNP, als Präsidenten ein. Ohne ein konkretes Regierungskonzept und die fehlende Einbindung der verschiedenen anderen Revolutionskräfte konnte diese Regierung jedoch keinen Rückhalt in der Bevölkerung finden und damit auch keine faktische Regierungsgewalt ausüben. Am 27. Oktober musste die Regierung Hans Fox nach nicht einmal zweimonatiger Amtszeit ihren Rücktritt erklären.

Um nicht den gleichen Fehler wie knapp zwei Monate vorher zu begehen, beschloss der noch immer de facto die Staatsgeschäfte leitende zentrale Planungsrat die Ernennung von Karl Houlmann als neuem Staatspräsidenten. Durch diesen Schritt erhoffte sich der Planungsrat eine bessere Einbindung, da Houlmann, zuvor Chef der Liberalen Volkspartei, sich sowohl in bürgerlichen Kreisen, als auch in großen Teilen der Arbeiterschaft Anerkennung verschafft hatte.
Nach seinem Amtsantritt ernannte Houlmann sein Kabinett, dass jedoch nur aus ehemaligen LiV-Funktionären und der LiV nahestehenden Personen bestand. Bereits nach einigen Wochen merkte Houlmann, dass auch seinem Kabinett die notwendige Mehrheit im Volke fehlte.

Das Kabinett Houlmann II

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger jedoch konnte Houlmann rechzeitig entgegensteuern bevor ihm das Ruder aus der Hand glitt, und kündigte eine umfassende Kabinettsneubildung an.
In diesem Ministerrat sollten nun neben LiV-Ministern auch vertreter der revolutionären Soldaten, des Aufbruch! und vor allem der FfNP sitzen. Am 19. September wurde Jerkov, der inzwischen eine Ehrenprofessur an der Universität Hauptstadt innehate, als Justizminister in das neue Kabinett Houlmann II berufen.

Seine wichtigste und essentiellste Aufgabe dort sollte die Erstellung einer neuen Verfassung für Bavarien sein.
Doch schon im November 1988 stellte es sich ein, dass die verbliebenden Truppen der alten Machthaber ihre Wunden geleckt hatten, und sich neu gesammelt hatten. In den überseeischen nördlichen Territorien (Jerkovs Heimat) hatten diejenigen Mitglieder des diktatorischen Kabinetts, die flüchten konnten, eine neue Streitmacht versammelt, und drohten, gegen das revolutionäre Bavarien mobilzumachen.
Jerkovs Forderungen an seine Kabinettskollegen, sich für diesen Fall vorzubereiten blieben jedoch unerhört, und ihm blieb nunmehr nur die Aufgabe übertragen, eine neue Verfassung für das Land zu erstellen und dann die anstehenden Wahlen vorzubereiten.

Als Verdienst Jerkovs können also die im Frühjahr 1989 erlassene Verfassung und die daraufhin stattfindenden ersten demokratischen Wahlen gesehen werden.

Wahlen 1989 und Regierungszeit Jerkovs

Knapp einen Monat nach der im Februar 1989 erlassenen Verfassung fanden am 12. März Wahlen zum neuen bavarischen Parlament und zwei Tage später die Präsidentschaftswahlen statt. Unter einer Koalition aus Anhängern der alten Regierung (später auch als Revanchistenpartei oder Rechte Partei geführt) schlossen sich verschiedentliche Parteien des rechten und nationalrevanchistischen Spektrums zu diesen Wahlen zusammen; auf der anderen Seite hingegen bestand eine größere Wahlfreiheit aus der Liberalen Volkspartei, der Partei Demokratischer Aufschwung (enstanden aus dem Aufbruch!), der Progressiven Linkspartei (PLP) und einigen anderen Kleinparteien. Jerkov bewarb sich als Kandidat für die Progressive Linkspartei, bei deren Aufstellungsversammlung er sich auch mit 60% der Stimmen gegen den Generalsekretär des noch immer amtierenden Planungsrates, Hubertus Häll, durchsetzte.
Jerkov trat bei den Wahlen für die PLP sowohl als Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen, als auch als Präsidentschaftskandidat auf.

Überraschend wurde Jerkovs PLP im bavarischen Parlamentmit 42% der Stimmen die stärkste politische Kraft, nach ihr folgten abgeschlagen die Revanchistenpartei mit 22%, der Aufbruch! mit 13,2% und knapp dahinter die Liberale Volkspartei mit 12,5%. Mit 9% Prozent schaffte auch die Neokommunistische Partei den Einzug ins erste bavarische Parlament, deren Fraktion auch einige ehmalige Studienkollegen und Kampfgefährten Jerkovs angehörten.
Aufgrunddessen, und begründet in der Tatsache, dass die bisherigen Regierungsverantwortlichen aus den Reihen von LiV und Aufbruch! (der ehemalige Verteidigungsminister Huber des zweiten Kabinettes Houlmann war Aufbruch!-Mitglied) die Bedrohung, die von den verbliebenen Regierungstruppen ausging, unterschätzt bis völlig missachtet hatten, entschied Jerkov sich dafür, im Parlament künftig mit den Neokommunisten zusammenzuarbeien, um dieser Bedrohung entgegentreten zu können.
Zwei Tage später zeichnete sich bei der Präsidentschaftswahl ein Ergebnis ab. Die Neokommunisten hatten ihre Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen, und LiV und Aufbruch! hatten sich schon im Vorfeld auf einen Kandidaten geeinigt. An diesem Zünglein an der Waage würde nun die Entscheidung hängen, ob Jerkov am 14. März zum Präsidenten gewählt werden würde. Bei den Wahlen erhielt Jerkov mit 48% schließlich die meisten Stimmen, verfehlte aber die Mehrheit knapp. Im Vergleich mit dem Wahlergebnis der Revanchisten legte deren Kandidat, Xaver Schlicker, jedoch auf ganze 30% zu; der gemeinschaftskandidat von LiV und Aufbruch! musste sich mit nüchternen 22% geschlagen geben.
Im zweiten Wahlgang am 16. März 1989 wurde es dann amtlich: Mit 69% der Stimmen hieß der erste frei gewählte Präsident Bavariens Pjotr Jerkov.

Diese Regierungszeit sollte sehr durch den Einfluss der Neokommunisten auf Präsident Pjotr Jerkov gezeichnet werden; Jerkov unterstützte deren Gesetzesinitiative zur Ermöglichung von Sozialisierungen der Produktionsmittel und der benennungs des Staates als Union der freien kommunistischen Republiken Bavariens (UfkSB). Doch trotz der nominellen Beeinflussung der Kommunisten, setzte Jerkov - der während seiner Amtszeit General Pjotr² (sprich "der Quadrant") genannt werden sollte - dennoch. So ernannte er seine beiden alten FfNP-Gefährten General Sepp© und Lieutnant Beef Shit zu seinen Vizepräsidenten, erwirkte eine Liberalisierung der bavarischen Medienlandschaft und akzentuierte den Status der Bürgerrechte.

Nichtsdestotrotz fiel es ihm und seiner Regierung schwer, die Versäumnisse seiner Vorgänger in der Landesverteidigung nachzuholen. Ein Großteil der Armeeangehörigen, die neu eingezogen wurden, steckten noch in der Grundausbildung, währen die Republikfeinde bereits mit eine schlagkräftigen Armee in den nördlichen Territorien aufwarteten.
Am 17. November 1989 setzten die ersten Schiffe der revanchistischen Truppen mit Spezialtruppen auf Inseln nahe dem bavarischen Festland an. Pjotr² und sein Militärminister leiteten darauf folgend die sofortige Generalmobilmachung ein.

Am ersten Adventstag 1989 schließlich begann die Invasion des bavarischen Festland durch Altregierungs-treue Spezialeinheiten. An den meisten Fronten konnte die schlecht ausgebildete Revolutionsarmee die Invasoren aufgrund zahlenmäßiger Überlegenheit zurückschlagen. Zudem hatten die Verteidiger in dem matschigen bis gefrorenen Winterboden Bavariens leichtes Spiel, sofern sie über Befestigungen verfügten.
Am Vorabend des Weihnachtstages 1989 starteten die Invasoren eine Großoffensive auf das bavarische Festland, der nur unter großen Gebietsverlusten Einhalt geboten werden konnte. Während die Regierung Jerkov in Hauptstadt Vorbereitungen für die erneute Volksbewaffnung traf, konnten die Invasoren immer mehr Gebiete einnehmen. Sie hatten einen wichtigen Faktor bei der Wahl ihres Invasionsdatums miteinberechnet: Die bavarische Feierlaune, und die daraus resultierende körperliche und geistige Schwäche der baverischen Bevölkerung an den Feiertagen zwischen Heilig Abend und Neujahr.

Als am 2. Februar 1990 erste bewaffnete Revanchisten den Grenzfluss am innerstädtischen Ufer von Hauptstadt überschritten, musste General Pjotr² mit seiner Familie flüchten und das Exil antreten.

Wolfensteiner Zeit

Nachdem er nach seiner Flucht durch verschiedenste Staaten gereist war, um einen sicheren Ort für seine Frau und seine beiden Söhne zu finden, verschlug es ihn 1991 nach Wolfenstein. Dort sollte er noch einige Zeit Kontakte zum bavarischen Untergrund halten und einige Putschpläne austüfteln. Mit der Geburt seiner ersten Tochter Vroni im November 1991 aber schließlich sollte er sich vollständig auf sei neues Leben in Wolfenstein konzentrieren.
Hier arbeitete er inzwischen an seiner zweiten Promotion und hatte sich schon ein paar Bekanntschaften in der Lokalpolitik gemacht.
Als 1992 der Posten des Distriktsadministrators seiner neuen Wahlheimat im Distrikt Costa del Sol frei wurde, überredeten einige seiner Bekannten ihn, für diesen Posten zu kandidieren. So willigte er schließlich ein, und wurde überraschend als völliger Newcomer im Sommer (btw. ist in Costa del Sol immer Sommer) 1992 zum neuen Distriktsadministrator von Costa del Sol gewählt und zog mit seiner Familie in den Regierungspalast aus Wellblech in der Distriktshauptstadt Ciudad de Diversion ein.

Ein Jahr später beendet er seine Promotion mit seiner Doktorarbeit zum Thema "Planwirtschaft und Teilhabe der Arbeiter - eine praktische Betrachtung", wobei er hier in seinem Posten als Distriktsadministrator auch seine praktischen Erfahrungen einbringen konnte.

In dieser relativ ruhigen Zeit konnte Jerkov zwischen 1993 und 1997 an seinen ersten volkswirtschaftlichen Büchern arbeiten. 1995 veröffentlichte er "Das Kapitol" - bis heute ein Klassiker interventionistischer Wirtschaftspolitik. 1997 erschien mit großem Erfolg "Geld, Geld und nochmal Geld" mit dem er international auch in nicht-wissenschaftlichen Kreisen große Verkaufszahlen einfuhr. Neben Imperianisch, Rusanisch, Albernisch und Barnstorvisch ist das Buch bisher auch noch in 20 anderen Sprachen erschienen.

Bei Ausrufung der Volksrepublik in Wolfenstein nach dem Tod des Diktators Höller 1999 gibt sich Jerkov enthusiastisch. Er wird eines der ersten Mitglieder der Fortschrittlichen Partei des Volkes (FPV) und später auch der Presipartei des Volkes (PPDV).

2001 wird er in seinem Amt als Distriktsadministrator durch den neuen Presidente Dr. mad. bull. Chilavert bestätigt. Zudem wurde er in die Regierung von Presidente Chilavert als Minister für Sport , Wissenschaft und Kultur berufen.

Im Frühjahr 2002 wird Pjotr Jerkov Außenminister der Regierung unter Presidente Chilavert, zudem wird er als Botschafter Wolfensteins in der Demokratischen Union tätig. Mit diesen beiden Aufgaben sammelt Jerkov erste diplomatische Erfahrungen. Zudem kann er in der Demokratischen Union gleich erste Kontakte knüpfen: Nach seiner juristischen Fernausbildung an der Universität der Westlichen Inseln kann er nebenberuflich als Juniorpartner der renommieren Anwaltskanzlei "Hinz & Kunz international" einsteigen.
Im Sommer folgt Jean-Paul de Balzac Jerkov als wolfensteinischer Außenminister. Jerkov bleibt jedoch weiterhin Botschafter in der Demokratischen Union, in die er inzwischen eingebürgert hat um seine anwaltlichen Tätigkeiten dort wahrnehmen zu können, und ist inzwischen Obermajor und Superheldenhafter Obergulaschkanonier der Nationalen Volksarmee der VR Wolfenstein.
Als solcher übernimmt er auch Ende Mai die Hilfsmission unter anderem wolfensteinischer Truppen im Kaiserreich Pizzaros.

Die Spirit of Moncao-Affäre

Anfang Mai befindet sich das Kaiserreich Pizzaros in einer Regierungskrise: Kaiser Rudjamun ist verschwunden, und der Putschist Bernhard Klosster versucht am 5. Mai 2002 die Regierungsgewalt an sich zu reißen.
Am 25. April versucht Klosstler in Pizzaros zu Putschen, was jedoch durch das wolfensteinische Eingreifen unter Führung von Außenminister Jerkov zusammen mit verbündeten Armeen aus Bananaworld, Moncao und Kaputistan verhindert werden kann.
In dessen Verlauf ereignen sich die Geschehnisse dessen, was heute international auch als Spirit of Moncao-Affäre gehandelt wird. Ihr genauer Verlauf ist bis heute noch umstritten.
Erwiesen ist die Tatsache, dass während des Einsatzes zwischen dem 25. und dem 27. Mai ein Torpedo des wolfensteinischen Panzerkreuzers Erich Honecker auf das verbündete humanitäre Hilfsschiff Spirit of Moncao abgefeuert wurde.
Hauptsächlich zwei Versionen stehen sich hier gegenüber: Eine Seite sieht die Schuld bei Jerkov als befehlshabendem Offizier, der den Einsatz geleitet hat; die andere Seite argumentiert hingegen, es sei nur eine Direktive des neuen wolfensteinischen Außenministers de Balzac befolgt worden, zudem habe der Kapitän der Erich Honecker ohne ausdrücklichen Befehl Jerkovs als Einsatzleiter gehandelt.

Am 27. April beruft Jerkov eine pizzarische Übergangsrepublik ein, die er als Ministerpräsident geschäftsführend leitet. Jerkov lässt sofort den Putschisten Klosster festnehmen und auf die noch unerschlossene Insel Legasthenika im südlichen Ozean deportieren und dort strengstens bewachen.
Noch am gleichen Tag bildet sich unter Innenminister del Pizzaro eine Übergangsregierung mit del Pizzaro als Präsident. Keine 20 Stunden nach der Befreiung Pizzaros' durch die Truppenverbände unter Leitung von Jerkov, übergibt dieser die Amtsgeschäfte an die neue Regierung del Pizzaros.
Im weiteren Verlauf soll Jerkov dem wiedereingesetzten Kaiser Rudjamun noch bis zu seiner Amtsentlassung am 14. August des selben Jahres als Innenstaatssekretär dienen.

Absließend wurde Jerkov am 19. August wegen des "Dienstes in fremden Wehrdiensten" in der Demokratischen Union zu 20 Tagen Haft verurteilt, in den übrigen Anklagepunkten wurde er freigesprochen, und bekennt sich auch heute noch nicht verantwortlich für die Spirit of Moncao-Affäre.

Späteres wolfensteinisches Intermezzo 2003

Nach der Spirit of Moncao-Affäre zog sich Jerkov zunehmend aus seinem Engagement in der Wahlheimat Wolfenstein zurück und konzentrierte sich auf seine neue Karriere als Jurist und Diplomat in Wolfenstein.
Mitte des Jahres 2003 sollte er in Wolfenstein noch ein letztes Mal auf die politische Bühne treten. Er vertrat eine Amtsperiode lang die Presipartei des Volkes (PPDV) in der wolfensteinischen Junta und war in dieser Amtszeit auch Presidente der Junta.
Danach beschränkte sich sein wolfensteinisches Engagement lediglich mehr auf private Angelegenheiten.

Karriere in der Demokratischen Union

Bereits während seiner Zeit als Botschafter knüpfte Jerkov erste politische Kontakte in der Demokratischen Union und bürgerte später ein. Nach seiner Einbürgerung 2002 fand Jerkov zuerst im Bündnis02 eine politische Heimat, wo er es auch schnell zum Vorsitzendes des Landesverbandes Roldem brachte. In dieser Zeit versuchte soziale und grüne Umweltpolitik auch in Roldem zu etablieren, was ihm aber außerhalb seines Wohnortes Fort Mason nur schwerlich gelingen sollte. In Fort Mason immerhin konnte er einige seiner Ziele umsetzen und als Bürgermeister für das Bündnis02 etwas kommunalpolitische Luft schnuppern.
Als noch im selben Jahr Reinhard Pietsch die Partei des aktiven Reformsozialismus (PARS) gründete fand Pjotr hier eine neue politische Heimat, um linkssoziale Ziele besser umsetzen zu können. Die Partei erkannte schnell das Potential Jerkovs; er legte sein Bürgermeisteramt nieder um auf Unionsebene aktiv zu werden: Man ernannte ihn zu stellvertretenden Vorsitzenden neben Reinhard Pietsch. Mit dessen autoritärem und vermeintlich rechthaberischen Führungsstil hatte Jerkov jedoch zunehmend Probleme. So kam es ihm gerade recht, dass sein alter Freund Thomas Schober über eine Neuauflage der schon nostalgischen Sozialistischen Bürgerpartei (SBP) nachdachte, und Pjotr Jerkov mit ins Boot als Kandidaten für das Unionsparlament holen wollte. Jerkov willigte natürlich ein; später sollten es ihm übrigens weitere Teile des linken PARS-Flügels gleich tun, und nach ihrem Austritt die Zukunftspartei Ratelons (ZPR) gründen.

Erster Einzug ins Unionsparlament

Jerkov zog damit am 25. November 2002 zur 8. Legislaturperiode zum ersten Mal und als einziger Abgeordneter für die Sozialistische Bürgerpartei ins Unionsparlament ein, wo er gegen eine Stillstandsregierung aus Mitte-Links und Mitte-Rechts Parteien im Parlament Akzente setzen musste.
Nach der 8. Legislaturperiode trat die Sozialistische Bürgerpartei nicht weiter zu den unionsweiten Wahlen an, so führte auch Jerkov sein Mandat vorerst nicht fort.
Stattdessen widmete sich Jerkov nun der Parteiarbeit und arbeitete als Generalsekretär der SBP zusammen mit dem Parteivorsitzenden Thomas Schober an einer neuen Linken Kultur in Ratelon.
Auf internationaler Ebene wirkte Jerkov nun beim Aufbau der erst kürzlich gegründeten Virtuellen Sozialistischen Internationale (VSI) mit. Die VSI sollte ein Zusammenschluss aus sozialistischen Parteien, Initiativen und Einzelpersonen aller Nationen sein. Im August 2003 wurde Pjotr Jerkov zu ihrem ersten Sekretär gewählt.

Zudem konnte sich Jerkov so eingehender um seinen Beruf als Rechtsanwalt kümmern. Im selben Jahr erhielt er seine Zulassung, als Rechtsanwalt in Ratelon praktizieren zu dürfen und stieg bei der renommierten Kanzlei "Hinz & Kunz international" als Juniorpartner ein.

PDS und erste Regierungsperiode

Ende des Jahres 2003 kam dann Fiete Schulze, ein alter Weggefährte Schobers an Jerkov heran, um der ratelonischen Linken zu Helfen. Die SBP war seit der 8. Legislaturperiode nicht mehr zu den Unionsparlamentswahlen angetreten und die Zukunftspartei hatte sich inzwischen aufgelöst. Schulze überredete Jerkov daher, zusammen mit ihm die neue Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) zu gründen.
Inzwischen war Jerkov von Roldem in den Freistaat Freistein umgezogen, um den dortigen Landesverband der PDS aufzubauen und zu führen. Zu den Wahlen für das 12. Unionsparlament trat Jerkov gemeinsam mit Schulze als Spitzenkandidat der Linken Liste auf, einem wahltaktischen Zusammenschluss aus PDS und Kommunistischer Partei Ratelons. Die Linke Liste erhielt mit Fiete Schule, Jan Letrock und Jerkov auf Anhieb drei Mandate im Unionsparlament. Jerkov wurde damit zum zweiten Mal ins Unionsparlament gewählt. Später von seinen Mitabgeordneten damit zum ersten Fraktionsvorsitzenden in der Geschichte der LL gewählt und übte dieses Amt auch bis zum Ende der 12. Legislaturperiode im September 2004 aus. Er war damit gleichzeitig stellvertretender Unionsvorsitzender der PDS.
In dieser Legislaturperiode bildete Maximilian Freiherr von und zum Stern eine Mitte-Links Regierung aus Grünen, Sozialdemokraten und der Linken Liste. Pjotr Jerkov nahm in dieser Regierung das Amt des Unionsaußenministers an, sein Fraktionskollege Jan Letsrock war bis Juni 2004 Minister für Wirtschaft und Finanzen.
Während dieser Regierungsperiode brachte die Unionsregierung außenpolitisch einige Dinge auf die Wege. Neben der Aktualisierung des Botschafterwesens fallen unter anderem auch die ersten Planungen Jerkovs für einen sprachenübergreifenden Völkerbundes mit der einzigen Zielsetzung des Erhalts des Friedens zwischen den Völkern, und die wichtige Gründung der Internationalen Mikronationen Allianz mit Hansastan, Dionysos, Tir Na nÓg und Freiland.
Gegen Ende der Legislaturperiode wurde der Umgangston in der Regierung jedoch zunehmend rauer. Die fehlende Aktivität und der mangelnde Führungsstil des Kanzlers machten eine Arbeit unmöglich, so dass Jerkov im Sommer 2004 noch vor den Parlamentsneuwahlen sein Amt niederlegte und damit die Koaliton mit BZ und SPR aufkündigte.

Jerkov widmete sich nunmehr verstärkt seinen internationalen Projekten und seiner Anwaltstätigkeit. So übernahm er 2004 als neuer Senior Partner die Leitung der Kanzlei "Hinz & Kunz international".

VSI, Völkerbund und Internationales

Noch vor Antritt seiner Legislaturperiode wurde Jerkov im Februar 2004 zum Präsidenten der Virtuellen Sozialistischen Internationale gewählt, deren Sekretär er davor schon seit Oktober 2003 gewesen war.
Als VSI-Präsident lag sein Augenmerk vor allem auf dem Einsatz der so genannten Soli-Brigaden, die einerseits bedrohten sozialistischen Ländern ihre Unterstützung anboten, andererseits auch beim Wahlkampf für sozialistische Bruderparteien aushalfen.
Jerkov übte dieses Amt bis zur de-facto-Auflösung der VSI im April 2007 aus.

Ein weiteres internationales Projekt, das er schon während seiner Amtszeit als Außenminister vorangebracht hatte war der Völkerbund. Der Völkerbund sollte Micronations aller Sprachen oder Kartensysteme unter einem einzigen Dach verbinden, mit dem großen Ziel, Frieden zwischen den Völkern zu schaffen.
Der Grundlegende Unterschied zwischen dem Völkerbund und bisherigen Gründungen wie der UVNO, der OIK oder anderen bestand in mehreren Punkten:

  • Die Möglichkeit für Micronations aller Realsprachen, teilzunehmen
  • Die Beschränkung auf Frieden als einziges und oberstes Ziel
  • Die Verbindlichkeit von Entscheidungen des obersten Gerichtshofes

Vor allem letzter Punkt ließ das Projekt im Endeffekt wahrscheinlich scheitern, da kaum einer der teilnahmewilligen Nationen bereit war, sich einem internationalen Völkergerichtshof unterzuordnen.
Nichtsdestotrotz blieb der Völkerbund ein kleiner aber ansehnlicher Versuch, alle Nationen unter ein Dach zu packen. Vor allem der bisher einzige Versuch mit verschiedensprachigen Nationen.
Bis zu seiner Auflösung 2005 hatte Pjotr Jerkov das Amt des Generalsekretärs des Völkerbundes inne.

Nach dem Niedergang des Völkerbundes wandte er sich wieder der Demokratischen Union und seiner Heimatstadt Söderhamn bzw. Südhafen zu. Im Mai 2005 wurde er zum Regierenden Bürgermeister von Söderhamn/Südhafen gewählt und am 9. Mai vom komm. Landesrat Bodo von Kurzschluss vereidigt.

Kandidatur um die Unionspräsidentschaft

Von Herbst 2005 bis April 2006 arbeitete Jerkov wieder für den Unionsvorstand der PDS. Am 27. Oktober 2005 wurde er einstimmig zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt.
Im April übergab er dieses Amt an den späteren Parteivorsitzenden Montgomery Scott zugunsten seiner eigenen Kandidatur für das Amt des Unionspräsidenten, das naturgemäßg parteipolitisch unabhängig sein sollte.
Nach einem harten Kopf-an-Kopf-Wahlkampf mit seinem einzigen Gegenkandidaten Matthias Schmelzer konnte dieser das konservative und liberale Lager hinter sich ziehen und gewann so die Wahl gegen Jerkov mit 60% der Stimmen im ersten Wahlgang.

Dritte Legislatur und Kabinett Klatten I

Bei den Wahlen im Sommer 2006 kandidierte Jerkov erneut für das Unionsparlament und schaffte zum dritten Mal den Einzug. Als Novum der Geschichte bildeten die ratelonischen Freidemokraten erstmals eine Kompetenz-Koalition zusammen mit SPR und der Linken Liste. Pjotr Jerkov übernahm in der neuen Regierung das Amt des Unionsministers für Justiz. Eine sehr heikle Aufgabe zu dieser Zeit.
Unter anderem setzte Jerkov hier eine neue Außendarstellung für das Justizministerium um; angeplant waren zudem eine Prozessrechtsreform und eine umfassende und aktuelle Gesetztessammlung für die Demokratische Union. Zudem musste Jerkov als Unionsjustizminister auch kommissarisch die Geschäfte des vakanten Unionsanwaltes übernehmen.
Durch diese Umstände und eine vorzeitige Kabinettsumbildung im durch Unionskanzler Klatten im November 2006 konnte Jerkov seine gesteckten Ziele jedoch leider nicht in vollem Maße umsetzen.

Rückzug ins Privatleben

Seit seinem Ausscheiden aus dem Kabinett und dem Unionsparlament hat Jerkov sich Anfang des Jahres 2007 wieder in seine Wahlheimat Söderhamn zurückgezogen, wo er mit seiner Frau und seiner 17-jährigen Tochter lebt. Er geht dort weiterhin seinem Anwaltsberuf nach und gehört zur Zeit keiner Partei an.


Siehe auch

Veröffentlichungen