Libertaria

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Libertaria
Wappen Libertaria.png
Staat Demokratische Union
Region Westliche Inseln
Gliederung 5 Stadtviertel
Bürgermeister
 
Lord Macshire
 seit dem 4. Mai 2011
Fläche 62,71 km²
Bevölkerung 9.765 Einwohner
Bevölkerungsdichte 155,72 Einwohner je km²
Höhe 479 m ü. NN
Gründung
 
12. Oktober 1915
 (Alter: 107 Jahre)
Auflösung
Vorwahl 07999
Postleitzahl 69999
Stadtgliederung Libertaria.jpg

Libertaria (oder Libertaire, val.) ist eine ehemalige Goldgräberkolonie und Kleinstadt in Mitten einer hügeligen Sumpflandschaft der Westlichsten der Westlichen Inseln der Demokratischen Union. Sie liegt zentral, am Fuss des Bergmassivs des mit 1987m höchsten Berg der Westlichen Inseln, dem Mont Christophe. Das Klima ist insbesondere im Herbst und Winter, wenn der vorbeifließende Fleuve Tropique regelmäßig über die Ufer steht, rauh und kühl. Im Frühling und Sommer hat es - im Gegensatz zum tropischen Süden der Insel - angenehme Temperaturen von 25° bis 27° Grad Celsius. Aus Schutz vor den drohenden Hochwassern liegt Libertaria wenige hundert Meter vom Fleuve Tropique entfernt. Eigens hierfür errichtete Sanddünen halten die Wassermassen ab. Libertaria besitzt einen ehemaligen Hafen - außerhalb der Stadt - welcher lange Zeit die wichtigste Infrastrukturverbindung über den Lac-Ouest-Stausee mit den südlichen Zivilisationen - Port-Au-Christ und Saint Christelle - gewesen ist.

Geographie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Libertaria besteht aus den Stadtteilen I - Hauptstadt (Capitale), IV - Ostende, II - Tropicale, III - Hafenviertel, V - Gwysfard.

Stadtviertel Einwohner
Tropicale 3.325
Hauptstadt 2.205
Ostende 2.079
Gwysfard 1.567
Hafenviertel 589

Hauptstadt (Capitale)[Bearbeiten]

Capitale
Hauptstadt
Fläche 5,72 km²
Einwohner 2.205
Siedlungsbeginn 15.04.1926

Die Hauptstadt (Capitale) ist das kommunale Verwaltungszentrum Libertarias und gleichzeitig der flächenmäßig kleinste Stadtteil. Er ist stark durch die Imperianische Herrschaft über die Westlichen Inseln geprägt. Hohe drei- bis vierstöckige Gebäude klassizistischer Bauart prägen das Stadtbild. Das Viertel wirkt durch den imperianischen Einfluss im Gegensatz zu anderen Vierteln der Stadt sehr anticäisch.

Ostende[Bearbeiten]

Neubaugebiet Ostende, Luftaufnahme 1962
Ostende
Fläche 19,56 km²
Einwohner 2.079
Siedlungsbeginn 01.02.1954

Der Stadtteil Ostende ist, wie der Name sagt, das östlichste Stadtviertel Libertarias und außerdem das Jüngste. Es wurde in den 50er Jahren in Folge großer Wohnungsknappheit erschlossen und ist mit ca. 108 Einwohner je km² der am dünnsten besiedelte Stadtbezirk. Sein Erscheinungsbild ist geprägt von einfachen, weißen Fertigbungalows der unteren bis mittleren Preiskategorie. Durch groß angelegte Wohnungsbauprogramme der inselweiten Politik war es das Ziel, jedem Bürger die Leistung eines eigenen Wohnhauses erschwinglich zu machen. Durch den Überschuss an potentiellen Bauland waren die Grundstückspreise niedrig. Ostende ist wie viele andere Stadtviertel auf den Westlichen Inseln von dieser Politik geprägt.

Tropicale[Bearbeiten]

Tropicale
Fläche 21,02 km²
Einwohner 3.325
Siedlungsbeginn 10.12.1915

Tropicale ist der größte Stadtteil Libertarias, sowohl an Einwohnern, als auch an Fläche. Er wurde bereits sehr früh besiedelt, frühestens im Dezember 1915 und wurde als Arbeitersiedlung geplant. Die baulichen Voraussetzungen waren ideal. Tropicale liegt im Süden Libertarias. In Tropicale befindet sich die JVA Libertaria.

Hafenviertel[Bearbeiten]

Alte Fabrik
Hafenviertel
Fläche 2,58 km²
Einwohner 589
Siedlungsbeginn 12.10.1915

Das Hafenviertel ist das kleinste und älteste Viertel Libertarias und das historische Zentrum der ehemaligen Goldgräberkolonie.

Gwysfard[Bearbeiten]

Ländliche Idylle
Gwysfard
Fläche 13,83 km²
Einwohner 1.567
Siedlungsbeginn 14.05.1912
Eingemeindung 01.01.1977

Gwysfard, ein alter west-insulanischer Name, ist der Name einer ursprünglich eigenständigen Siedlung am Südlauf des Fleuve Tropique, und wurde im Jahre 1912 von ehemaligen Insassen einer Strafgefangenen-Kolonie gegründet. Die Gegend ist sehr ländlich und landwirtschaftlich geprägt. Mit dem Goldrausch wenige Jahre später geriet das weiter südlich gelegene Gwysfard gegenüber dem prosperierenden Libertaria ins Hintertreffen. 1977 wurde es von Libertaria eingemeindet.

Einwohner[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1915 ca. 658
1930 2.368
1950 2.182
1960 3.553
1970 4.657
1980 7.956
1990 8.525
2000 8.659
2010 9.765

Geschichte[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Municipium[Bearbeiten]

Seit dem 4. Mai 2011 ist Lord Macshire Bürgermeister von Libertaria.

Amtsvorgänger[Bearbeiten]

Dr. Burghauser jun. (1981-2011)
Person Partei Amtszeit
Jesse Fèvre 1915-1917
Louis McMahon 1917-1925
Dr. Ronald Burghauser 1926-1936
Erich-Emil Weberlein 1936-1945
Charles Focsault AL 1945-1951 †
Dr. Ronald Burghauser 1951-1961
Samuel du Ponchat SDPU 1961-1971
Sergio Cortora PL 1971-1981
Dr. Ronald Burghauser jun. FDU/FLA 1981-2011
Lord Macshire seit 2011

Parlament[Bearbeiten]

Das Municipium, der Stadtrat von Libertaria, besteht aus 25 Sitzen, von denen die Freiheitlich-Liberale Allianz mit 13 Sitzen ein knappe Mehrheit beansprucht. Die letzten Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2001
Sitze
2001
FLA/FDU Freiheitlich-Liberale Allianz 52,3 13 55,1 13
SPDU Sozialdemokratische Partei der Demokratischen Union 36,6 9 42,37 10
KDU Konservativ-Demokratische Union 7,2 2
PL PRO LIBERTARIA 4,9 1 8,3 2
gesamt 100,0 25 100,0 25
Wahlbeteiligung in % 77,0 69,3

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Libertaria.png

Das Wappen Libertarias entstand 1922 von dem lokalen Maler Gustaf Mignon und drückt die Naturverbundenheit Libertarias, der Stadt und seiner Bewohner, aus. Es stellt auf impressionistische Weise Berg und Fluss als die beiden Konstanten in Libertarias Umgebung dar, mit der die Bewohner seit fast 100 Jahren zu leben gelernt haben.

Verwaltung[Bearbeiten]

Libertaria gehört zum Verwaltungsdistrikt des an der Westküste liegenden Saint-Jacques.

Unionsparlamentswahlen Juni 2011[Bearbeiten]

Die letzten Unionsparlamentswahlen vom Juni 2011 brachte in Libertaria folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
Juni 2011
%
Dezember 2010
FLA Freiheitlich-Liberale Allianz 58,4 49,2
SPDU Sozialdemokratische Partei der Demokratischen Union 36,6
URL Überparteiliche Reformliste 24,1
KDU Konservativ-Demokratische Union 12,9 10,0
CSP Christlich-Konservative Partei 1,5
gesamt 95,4 97,3
Wahlbeteiligung in % 81,2 79,0

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Justizvollzugsanstalt[Bearbeiten]

JVA Libertaria

Libertaria beherbergt eine Justizvollzugsanstalt mit Platz für maximal 583 weibliche Insassen. Bereits 1915 gab es ein örtliches Gefängnis, welches Zellen für 122 Gefangene bot. Mit weiteren Baumaßnahmen in den 1930er Jahren, dem Ausbau von Haupt- und Wirtschaftsgebäude, Errichtung eines eigenen Krankenhauses, dem Direktorwohnhaus und zwei Aufseherwohngebäuden bekam das Gefängnis eine funktionale Gliederung und vergrößerte seine Kapazität auf bis zu 583 Häftlinge. Seit 2008 ist das Gefängnis ein reiner Frauenknast. Mit rund 120 Mitarbeitern ist die JVA Libertaria einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Darüber hinaus profitieren zahlreiche Unternehmen als Zulieferbetriebe, die der Versorgung der Anstalt dienen, und seiner Insassen.

Medien[Bearbeiten]

In Libertaria ist die 1945 gegründete "Nueva Libertad", ein lokale Zeitung, beheimatet. Sie erscheint wöchentlich mit städtischen Bekanntmachungen und Berichten über Libertaria. Sie hat eine Auflage von ca. 2000 Exemplaren und finanziert sich wesentlich durch Anzeigen und Werbung.

Verkehr[Bearbeiten]

Libertaria ist über die R 102 in zwei Stunden von Saint-Jacques aus zu erreichen. Die ehemalige Flussverbindung samt Hafen ist nicht mehr aktiv. Nur noch am Wochenende fahren Ausflugsdampfer die 80km lange Flussstrecke über den Lac Ouest zwischen Libertaria und Villeneuve.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Goldgräber-und Heimatmuseum im Rathaus der Stadt informiert über die bewegten Zeiten aus der Gründungsphase der Stadt, dem aufkommenden Goldrausch Anfang des 20. Jahrhunderts, vergangenen Strafexpeditionen und der Entwicklung der Stadt unter valoir'scher und imperianischer Herrschaft. Das Museum wird durch den lokalen Heimatverein betrieben. Die Öffnungszeiten sind wochenends von 10 bis 17 Uhr und werktags nach Vereinbarung.

Hymne[Bearbeiten]

"Libertaria, Du edle, Du stolze!" ist die eigene Hymne der Stadt. Sie wurde 1927 von dem imperianischen Komponisten Ulrich Meyrbeer geschrieben.

Vereine[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Hafen[Bearbeiten]

Ehemalige Anlegestelle

Der Hafen Libertarias wurde 1915 unmittelbar nach der Ankunft der ersten Siedler errichtet und bildete für die kommenden 50 Jahre den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt und die Verbindung Libertarias mit der restlichen Welt. Hier erreichten Waren und Menschen die Stadt und Waren verließen die Stadt. In den Zeiten des Goldrauschs war der Hafen einer der wichtigsten Handelsstützpunkte der Insel.

Rathaus[Bearbeiten]

Citta Municipale

Das Rathaus entstand 1926 in neo-klassizistischer, imperianischer Bauweise. Es befindet sich in der Hauptstadt und beherbergt das Municipium, die städtische Verwaltung und den Sitz des Bürgermeisters.

Sport[Bearbeiten]

In Libertaria spielt der AS Libertaria, ein Fussballverein auf den Westlichen Inseln, welcher lange Zeit in der regionalen WI-Soccer-League spielte und seit der Saison 2011 in der 1. Unionsliga an den Start gegangen ist. Libertaria besitzt darüberhinaus einen der kleinsten Golfplätze der Westlichen Inseln und der Demokratischen Union. Mit 11 statt 18 Löchern bildet er eine besondere Ausnahme. Das hügelige Terrain der unebenen Landschaft ist darüberhinaus eine Herausforderung für jeden Golfer. Darüberhinaus besitzt der Verein eine eigene Boulé-Mannschaft, welche in der 1. westinsulanischen Liga spielt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Jesse Fèvre (1882-????), Pionier
  • Gustaf Mignon (1890-1932), Landschaftsmaler
  • Ulrich Meyrbeer (1889-1972), Lehrer und Komponist
  • Dr. Ronald Burghauser jun. (*1955), ehemaliger Bürgermeister

Weblinks[Bearbeiten]